Fotografie & Ablauf

First Look –
ja oder nein?

Ich werde regelmäßig gefragt: „Machen wir einen First Look – oder ist das zu modern?" Die ehrliche Antwort ist: Es kommt auf euch an. Aber ich kann euch sagen, was ein First Look gibt – und was er euch kostet.

Was ist ein First Look?

Beim First Look sehen sich Braut und Bräutigam vor der Trauung das erste Mal, bewusst und zu zweit. Nicht am Altar vor allen Gästen, sondern an einem ruhigen Ort, den ihr gemeinsam ausgesucht habt. Der Fotograf ist dabei – auf Abstand, unsichtbar soweit möglich. Was dann passiert, lässt sich nicht proben: ein Lachen, ein Stocken, vielleicht eine Träne, ehe irgendjemand zusieht.

Die Vorteile des First Look

Brautpaar Ines und Johann beim intimen Moment – Alpenhof Westerbuchberg am Chiemsee
Ines & Johann – der stille Moment zu zweit, bevor alles beginnt.

Wann ihr auf den First Look verzichten solltet

Der First Look ist kein Muss. Wenn einer von euch – oder beide – die klassische Überraschung beim Einmarsch liebt, dann ist das ein vollkommen gültiger Grund, ihn wegzulassen. Der Moment, wenn der Partner an der Trauung zum ersten Mal zu euch blickt, hat eine eigene Magie. Wer das will, sollte es nicht opfern.

Außerdem: Manche Locations oder Trauformen (z. B. eine sehr konservative kirchliche Hochzeit) passen weniger gut zu einem First Look davor. Das lässt sich immer im Gespräch klären.

Meine Erfahrung: Die meisten Paare, die einen First Look gemacht haben, sagen danach, es war eine der besten Entscheidungen des Tages. Nicht weil die Fotos besser wurden – sondern weil sie sich danach entspannter gefühlt haben.

Wie läuft ein First Look praktisch ab?

Wir suchen gemeinsam einen Ort aus – ruhig, schön, bedeutungsvoll. Ein klassischer Ablauf: Einer von euch wartet mit dem Rücken zum anderen, der zweite kommt näher und tippt auf die Schulter. Aber das ist kein festes Drehbuch – wer zuerst dasteht, ob ihr aufeinander zugeht oder euch einfach gegenübersteht, entscheidet ihr. Ich fotografiere aus der Distanz, ohne zu stören. Die ganze Szene dauert 5–10 Minuten – aber die Bilder davon sind oft die emotionalsten des ganzen Tages.

Worum es im Kern geht, zeigt für mich ein Bild von Ines und Johann: nicht der First Look selbst, sondern später ihr Paarshooting im Bergener Moos – ein stiller Moment ganz für sich, abseits vom Trubel. Genau dieses Gefühl von „nur wir zwei, kurz raus aus dem Tag" ist die Idee hinter einem First Look.

First Look im Zeitplan

Plant den First Look idealerweise 30–45 Minuten vor der Trauung ein, wenn das Getting Ready abgeschlossen ist. Mit dem Timeline-Generator könnt ihr schauen, wo er in euren Ablauf passt.

Der erste Blick –
festgehalten für immer.

Ich bin dabei und einfange den Moment so, dass ihr ihn immer wieder erleben könnt.

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