Hochzeit planen
Was euren Tag ausmacht
Vier Dinge, die ich über die Jahre gelernt habe – und die den Unterschied machen zwischen schönen Bildern und Bildern, die ihr euer Leben lang lieben werdet.
Zeitplanung
Der perfekte Zeitplan für eure Hochzeitsfotos
Das Licht entscheidet über alles. Wer das Paarshooting in die Golden Hour legt – die 30 bis 45 Minuten rund um den Sonnenuntergang – bekommt Bilder mit einem warmen, samtigen Licht, das sich mit keiner Lampe und keinem Filter nachstellen lässt.
Golden Hour am Chiemsee: In den Sommermonaten meist zwischen 20:00 und 21:15 Uhr; im Frühjahr und Herbst entsprechend früher. Ich plane das Paarshooting immer rückwärts von diesem Moment aus.
Ein bewährter Ablauf für eine ganztägige Begleitung:
- 09:00
Getting ReadyDetails, Kleid, Ringe – die ruhigen Momente des Morgens
- 11:00
Standesamt / KircheTrauung, Emotionen, der erste Kuss als Ehepaar
- 12:30
Sektempfang & GruppenfotosFamilien- und Freundesbilder – zügig und entspannt
- 14:00
Kurzausflug Paarshooting30 Min. am Nachmittag für intime Bilder zu zweit
- 19:30
Golden Hour Shooting45 Minuten – das Herzstück des ganzen Tages
- 21:00
Eröffnungstanz & PartyDer Abend gehört euren Gästen
Vor der Trauung
First Look: Ein intimer Moment zu zweit
Beim First Look seht ihr euch vor der Trauung das erste Mal – bewusst inszeniert, nur ihr beide und ich. Kein Publikum, kein Programm. Nur dieser eine Moment, in dem alles los ist.
Ob das etwas für euch ist, hängt von euren Persönlichkeiten und dem Ablauf des Tages ab. Hier die ehrlichsten Argumente:
- Die Reaktion auf euch – ungefiltert, privat, echt. Genau diese Bilder werden eure Liebsten.
- Mehr Zeit für das Paarshooting, weil wir Gruppenfotos vorziehen können – der Nachmittag gehört euch.
- Ihr geht entspannter in die Trauung – die aufgeregte Anspannung ist bereits abgebaut.
- Wer die klassische Überraschung beim Gang zum Altar liebt, sollte darauf verzichten.
- Benötigt ca. 20–30 Minuten Puffer im Tagesplan – der Ablauf muss passen.
Meine Empfehlung: Wenn ihr euch unsicher seid, redet darüber. Ich berate euch gerne persönlich – beim Kennenlerngespräch nehmen wir uns dafür Zeit.
Wetter & Licht
Keine Angst vor Regen: Unser Schlechtwetter-Plan
Fast jedes Brautpaar fragt mich das. Und meine ehrliche Antwort überrascht sie jedes Mal: Bewölkter Himmel ist für Portraits oft besser als pralle Sonne.
Warum? Wolken wirken wie eine riesige Softbox. Das Licht wird gleichmäßig und weich – keine harten Schatten im Gesicht, keine zusammengekniffenen Augen. Die Farben der Umgebung kommen intensiver raus.
RegenschirmeWir haben transparente, elegante Regenschirme dabei – die werden auf Bildern zu echten Requisiten.
LocationsIch kenne jede überdachte Ecke am Chiemsee und Chiemgau – rustikale Scheunen, Arkaden, Bootshäuser.
TimingKurze Regenpausen reichen. Wir sind schnell draußen, wenn das Wetter ein Fenster öffnet.
Backup-PlanFür jede Location gibt es einen Indoor-Fallback. Ihr müsst euch um nichts kümmern.
Jessica und Thomas etwa heirateten geschützt im Stadtmuseum Trostberg – die intime, würdevolle Zeremonie im Innenraum brauchte keinen Sonnenschein, um zu wirken. Das Wetter macht keine schlechten Fotos – ein schlechter Plan tut das.
Organisation
Stressfreie Gruppenfotos
Gruppenfotos haben einen schlechten Ruf – zu lang, zu chaotisch, Onkel Werner findet sich nicht. Der Grund ist fast immer derselbe: keine Liste, kein Ansprechpartner.
Mit einem einzigen Trick spare ich bei jedem Shooting 20–30 Minuten: Ihr schickt euren Trauzeugen vorab eine Liste aller gewünschten Gruppen-Konstellationen.
So funktioniert es: Eure Trauzeugen kennen alle Gäste und rufen die Gruppen auf. Ich fotografiere, während sie koordinieren. Bei Ines und Johann am Alpenhof Westerbuchberg war die ganze Runde so vor der Bergkulisse durch – kein Chaos, kein Suchen, einfach stimmungsvolle Bilder.
Eine typische Liste könnte so aussehen:
- Brautpaar allein (verschiedene Locations)
- Brautpaar mit beiden Familien
- Braut mit Brautjungfern
- Bräutigam mit Trauzeugen
- Alle Gäste zusammen (einmal, ganz kurz)